Regenschirme, Flatterbänder und (Sport-) Pferde – passt das zusammen?

Ausbildung: Gelassenheitstraining und Prüfung für die Vierbeiner und deren Zweibeiner

Das Fluchttier Pferd soll lernen, dass es, egal wie es klappert und flattert, jederzeit ruhig bleiben muss und seinem Partner Mensch vertrauen kann. Neben der Arbeit an der Partnerschaft geht es aber auch um die Sicherheit. Viel zu schnell passiert es, dass Pferde bei ungewohnten Geräuschen, plötzlich auftretenden Hindernissen, ausreißen. Die Reiter und andere Verkehrsteilnehmer, Spaziergänger werden gefährdet.

Um dem entgegen zu wirken, veranstaltete der RC Forchheim auf der Reitanlage Kupfer in Hausen ein Gelassenheitstraining mit Ursula Kraus, welche neben ihrem Trainer B Schein (FN) auch ein zertifizierter Coach mit Pferden als Co Trainer ist. Sie baute einen Parcours auf, welcher für die meisten Pferde einer Geisterbahn gleicht. Es galt mal ganz andere Hindernisse als Oxer und Co zu überwinden. Der Parcours bestand aus zehn Aufgaben, angefangen beim korrektem Führen bis hin zu Flatterbänder, Planen, hervor rollenden Bällen und aufsteigenden Luftballons hinter Hecken. Situationen, welche Reiter und Pferd im Alltag begegnen können.

Eine Woche nach dem Training prüfte Herr Petersen, ein anerkannter Richter der FN, die Paare im Parcours. Entwickelt wurde die Prüfung von einer Pferdesportzeitschrift und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Das Besondere an dem Wettbewerb ist, dass hier nicht die sportliche Leistung im Vordergrund steht, sondern der Charakter, das Vertrauen und die Erziehung des Pferdes, eben seine Gelassenheit. Besonders stolz ist der Verein, dass alle Teilnehmer mit einer Note eins bis zwei erfolgreich bestanden haben.